A great city in Andalucia, Spain.

Heute geht es von Cordoba nach Sevilla. Ich stehe ein bisschen früher auf, um vor meiner Bahnreise noch in Ruhe einen Cappuccino trinken zu können. Gleich im Park vor der Stadtmauer finde ich ein schönes Café und trinke dort zwei Cappuccinos. Der Weg zum Bahnhof ist nicht weit. Am Bahnhof selber ist es fast wie am Flughafen. Man muss einchecken auf dem Bahnsteig, d.h. das Gepäck wird durchleuchtet und der Ausweis und die Fahrkarte werden verlangt, bevor man runter auf den Bahnsteig kann.

Die Zugfahrt nach Sevilla dauert nur etwas über 1 Stunde. Kein Wunder, denn der Zug fährt mit 250 km/h. Das ist verdammt schnell. Zunächst ist die Landschaft noch gebirgig, doch dann wird sie flacher und flacher. Ich komme am Hauptbahnhof Sevilla Santa Justa an. Mit 8 Millionen Fahrgästen jährlich ist er der meist frequentierte Bahnhof Andalusiens. Benannt ist er nach der sevillanischen Märtyrerin Justa. Ich gehe erst einmal zu McDonald’s.

A great city in Andalucia, Spain.

Meine Pension, das Monteflores, finde ich ohne größere Schwierigkeiten. Es ist in einer engen Gasse in der Nähe des Centro Historico. Also ideal gelegen. Von dem Zimmer bin ich etwas enttäuscht, denn es ist super klein. Das Kleinste bisher. Aber egal, ich bin sowieso die meiste Zeit draußen unterwegs. So stelle ich auch nur schnell mein Gepäck ab, und mache mich dann auf den Weg in das historische Zentrum von Sevilla. Die Altstadt von Sevilla ist die größte Spaniens und eine der größten Europas. Schon die ersten Schritte sind sehr beeindruckend. Die Kathedrale, der Alcazar, die engen Gassen, die Geschäfte, die Pubs… also wirklich ganz toll. Ich mache mich jedoch auf den Weg zum Plaza de Espana. Der Platz liegt ein klein wenig außerhalb.

A great city in Andalucia, Spain.

Ich bin begeistert. Dieser Platz ist wahrscheinlich der schönste Platz, den ich je gesehen habe. Er ist riesengroß und das Gebäude ist einfach überwältigend. Die Architektur, die Bögen, die Farben… einfach alles ist super. Ein kleiner Kanal führt um den Platz herum. Hier kann man Boote mieten. In der Mitte des Platzes steht ein riesengroßer Brunnen. Ich setze mich hin und halte meine Füße in das Wasser. Ist das wohltuend. Natürlich mache ich unendlich viele Fotos. Nur ungern trenne ich mich wieder vom Plaza de Espana. Gerne hätte ich noch länger auf besseres Licht gewartet, aber es gibt noch einiges zu sehen.

A great city in Andalucia, Spain.

Ich laufe durch einen Park, bis ich an den Rio Guadalquivir gelange. Diesen Fluss hatte ich ja schon in meinem Cordoba-Blog etwas genauer beschrieben. Der Fluss selber ist zwar sehr schön, aber ich bin doch von der Promenade einigermaßen enttäuscht, denn hier ist einfach nichts. Totale Leere. Ich hätte doch mehr erwartet. Geschäfte Restaurants, Bänke, Bars, irgendetwas. Doch von all dem ist, zumindest zunächst, nichts zu sehen. Erst nach einiger Zeit laufe ich an zwei Kneipen vorbei, die jedoch geschlossen sind. Ich laufe also weiter. Dabei überquere ich mehrere Brücken. Auch jetzt, am späten Nachmittag, ist es noch unglaublich heiß. Es hat über 40°. Mein Wasserverbrauch liegt zwischen 6 und 9 Litern pro Tag.

A great city in Andalucia, Spain.

Am Ende eines Parks drehe ich dann um und gehe auf der anderen Straßenseite zurück. Dort sind nun viele Geschäfte und auch Kneipen. Ich bummele noch 1-2 Stunden durch die Altstadt, bevor ich mich für ein Restaurant entscheide. Ich bestelle mal wieder einen russischen Salat. Als Hauptspeise esse ich diesmal Fisch. Pez de Espada. Das ist Schwertfisch. Diesmal sind beide Gerichte hervorragend. Also werde ich morgen wohl auch wieder zum Essen hierher gehen. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang will ich zurück in meine Pension und kann sie nicht finden. Die vielen engen Gassen sind doch etwas verwirrend. So dauert es bestimmt noch eine halbe Stunde bis ich mehr oder weniger durch Zufall vor meiner Pension stehe. Ich schlafe dann recht schnell ein.

A great city in Andalucia, Spain.

Am Morgen trinke ich meinen mittlerweile obligatorischen Cappuccino in der Nähe der Kathedrale. Vor dem Alcazar ist eine lange Schlange. Ich möchte mich dort nicht anstellen und auch noch viel Eintritt bezahlen. So verbringe ich den Vormittag hauptsächlich mit Fotografieren der verschiedenen Parks und des historischen Zentrums. Mittags möchte ich gerne irgendwo am Fluss essen. Ich überquere den Rio Guadalquivir und begebe mich in den Stadtteil Triana. Zunächst schlendere ich die lange Fußgängerzone entlang. Dann setze ich mich in ein Restaurant direkt am Fluss. Ich hatte zwar einen schönen Blick, doch das Essen war teuer und die Portion frittierter Fisch war klein.Ich bin da wohl in eine typische Touristenfalle getreten.

Nach einer kleinen Siesta geht es dann am Abend wieder in das gestrige Restaurant. Diesmal nehme ich als Hauptspeise gemischte Tapas. Ich bekomme sechs verschiedene Schüsseln mit verschiedenen Gerichten, die alle hervorragend sind. Besonders schmeckt mir eine Art Gulasch. Ich bummele dann noch weiter durch die Stadt. Vor der Kathedrale spielt eine mexikanische Band, die recht ansehnlich und gut anzuhören ist. Ich mache dort noch ein paar Fotos von der Tänzerin mit ihrem schönen Kleid und der Band selbst.

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Da es am nächsten Morgen relativ früh in Richtung Ronda losgehen sollte, gehe ich dann relativ früh zurück in die Pension, dusche und schlafe schon bald darauf ein.

A great city in Andalucia, Spain.

Fazit über Sevilla: Sevilla ist eine tolle Stadt, aber Granada und Cordoba haben mir besser gefallen. Vielleicht weil Sevilla etwas zu groß ist für mich und weil ich etwas vom Fluss enttäuscht war. Dennoch würde ich jederzeit wieder herfahren. Das Essen war hervorragend, das historische Zentrum ist toll und die Parks sind auch sehr schön. Am Meisten imponierte mir der Plaza de Espana.

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