A great city in Andalucia, Spain.

Nachdem ich super gut und für meine Verhältnisse lange geschlafen hatte, machte ich mich auf die Suche nach Motiven und vor allem nach Kaffee. Wie sich aber herausstellte, musste ich ziemlich lange auf diesen warten, denn die tollen Fotomotive ließen mich nur sehr langsam vorankommen. Ich schlenderte zunächst von außen an der Stadtmauer entlang, dann durch enge Gassen, bevor ich in einem Park am Fluss entlang lief. Diesmal überquerte ich die römische Brücke an der ich schon gestern fotografierte und lief am anderen Ufer entlang bis zur nächsten Brücke. Als ich diese dann überquert hatte und auch schon an die 100 Fotos im Kasten hatte, setzte ich mich endlich in ein Cafe.

A great city in Andalucia, Spain.

Das Warten hatte sich gelohnt. Ich trank zwei Tassen des besten Cappuccinos, den ich je hatte. Super viel Schaum, ultrastark, und ich glaube, da war etwas Zimt mit drin. Danach wanderte ich mehr oder weniger ziellos durch die Gassen der Altstadt von Cordoba. Dies war durchaus beabsichtigt, da ich die Atmosphäre der Stadt aufsaugen wollte. Ein weiterer Grund dafür war, dass ich so rein zufällig tolle Fotomotive entdecken konnte.

Plötzlich kam ich an einen riesigen Platz. Er war selbst für mein Weitwinkelobjektiv zu groß, dennoch habe ich, glaube ich, gute Fotos machen können. An einer Seite des Platzes gab es einen Indoormarkt, aber leider war das Licht dort nicht allzu gut. Ich hätte ein Stativ benötigt.

A great city in Andalucia, Spain.

Gegen Mittag gelangte ich dann wieder an die Mezquita. Jetzt wollte ich erst mal nur auf den Glockenturm steigen und mir die Kathedrale selber für den Nachmittag aufheben. Der Eintritt zum Glockenturm kostete nur 2 € und ich hatte 200 Stufen hoch zu steigen. Von dort aus hatte man eine tolle Aussicht über die ganze Stadt. Man war auch direkt an den riesigen Glocken dran. Diese zusammen mit der Stadt im Hintergrund bildeten tolle Fotomotive. Allerdings musste ich ziemlich lange warten, denn von dem Treppen steigen war ich ganz schön kaputt. Als ich dann wieder zu Atem kam entstanden jedoch tolle Fotos. Nach dem Glockenturm ging ich dann wieder in meine Pension und hielt Siesta.

A great city in Andalucia, Spain.

Als ich wieder aufwachte war die Mezquita dran. Dieses Weltkulturerbe lohnt sich absolut. Man darf zwar nicht mit Blitz und Stativ fotografieren, so das es aufgrund des mangelnden Lichts in der Säulenhalle sehr schwierig wurde. Dennoch sind mir gute Fotos gelungen. Der muslimische Teil der Kathedrale mit all den Säulen und seiner ansonsten auffallenden Schlichtheit hat mir wesentlich besser gefallen als der katholische Teil der Kathedrale. Ich habe noch nie so viel Gold in meinem Leben gesehen, wie im katholischen Teil. Meine Meinung dazu ist, dass sie das Gold lieber den Armen zur Verfügung stellen sollten. Diesen Protz, obwohl beeindruckend, finde ich doch sehr übertrieben. Da bitten Sie immer um Spenden und sind selber total reich. Schlichtheit ist mir da einfach lieber. Und ist wohl auch menschenfreundlicher.

Nach dem Besuch der Mezquita setzte ich mich außerhalb auf eine Mauer, um eine zu rauchen. Gegenüber war ein Juwelierladen. Davor stand eine Angestellte des Ladens. Sie blickte ständig zu mir rüber. So entstand ein kleiner Flirt. Schließlich kam sie zu mir herüber, um mich nach einem Paper für eine Zigarette zu fragen. Wir unterhielten uns dann ein wenig. Sie fand mein Che Guevara Käppi ganz toll.

A great city in Andalucia, Spain.

Mein Weg führte mich dann wieder in das Restaurant, in dem ich gestern schon gewesen war. Da die Vorspeise, der russische Salat so gut war, bestellte ich ihn auch heute wieder. Als Hauptspeise gab es dann frittierte Spanferkelstückchen, die sehr gut waren. Die Riesenportion schaffte ich allerdings nur mit Mühe und Not. Nach diesem Abendessen streifte ich weiter durch die Gassen der Stadt und setzte mich auf fast jede Bank, die am Wegrand stand. Ich beobachtete die Menschen die vorbei kamen, manchmal mit ihren Hunden, manchmal mit ihren Kindern, mal in Festkleidung, mal in Arbeitskleidung, und konnte mir so ein Bild, ein menschliches Bild, von der Stadt machen. Die Zeit verging wie im Fluge. Es war spät geworden und ich ging wieder in meine Pension zurück. Am nächsten Morgen würde es weiter nach Sevilla gehen.

 

Mein Fazit von Cordoba: Es ist eine tolle Stadt. Cordoba ist zwar groß, doch in der Altstadt merkt man das kaum. Es herrscht eine mittelalterliche Atmosphäre hier und besonders am Nachmittag ist die Altstadt fast leer. Die Mezquita sollte man unbedingt ansehen und auf den Glockenturm steigen. Ein Spaziergang am Fluss entlang gehört sicher auch dazu. Am meisten haben mich jedoch die schönen engen Gassen, die in einigen tollen Plätzen münden, begeistert. Würde ich wiederkommen? Klares Ja.

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